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Drei Dinge, die wir von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lernen können

Auch 2019 hielt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine Rede vor den Mitgliedern von Borussia Dortmund und äußerte dabei einige Dinge, von denen auch wir für unseren Alltag lernen können:

Nie den Blick für das große Ganze verlieren

‚‚Borussia Dortmund ist mehr als nur das letzte Bundesligaspiel‘‘

Das letzte Bundesligaspiel vor der Mitgliederversammlung des BVB 2019 endete 3-3 unentschieden. Gegner beim Heimspiel der Borussia war der (vermeidliche) Underdog SC Paderborn. Der Aufsteiger lag zur Pause sogar mit 3-0 in Führung. Kein Wunder also, dass einige BVB-Mitglieder Anhänger nicht mit der allerbesten Laune zur Mitgliederversammlung des Vereins reisten.

Doch Hans-Joachim Watzke stand an diesem Tag über den Dingen und ordnete den schwachen Saisonstart seines Clubs mit unternehmerischer Weitsicht ein, indem er den Blick für das Große und Ganze nicht verlor.

Den Erfolg einer Organisation – egal ob Fußballverein, Unternehmen oder im Privaten – sollte man nicht nur nach den allerjüngsten Ereignissen beurteilen. Soll heißen: Wenn ihr grundsätzlich auf einem guten Weg seid, lasst euch von kleineren Rückschlägen auf dem Weg zu eurem Ziel nicht verunsichern. Macht weiter, bleibt dran, kämpft für eure Sache! Dann werden auch wieder bessere Zeiten kommen und es werden sich die Erfolge wiedereinstellen. Euer Ziel sollte so groß sein, dass ihr es auch dann immer noch deutlich sehen könnt, wenn sich euch kleinere Problem in den Weg stellen.

Probleme schonungslos ansprechen und Taten folgen lassen

‚‚Nur vom Reden kriegen wir nicht wieder die Ergebnisse, die wir uns wünschen.‘‘

Watzke stellt die Mannschaft des BVB nicht an den Pranger, sondern fordert vielmehr Taten von seinem Team. Nach einer ruhigen und besonnenen Analyse möchte der BVB-Boss in den kommenden Spielen eine andere Einstellung der Spieler auf dem Rasen sehen. Dies fordert er unmissverständlich ein.

Man kann von diesen Aussagen lernen, dass man in unruhigen Phasen nicht in Hektik oder gar Streit untereinander verfallen sollten, jedoch die negativen Dinge klar und deutlich benennen muss, um in Zukunft wieder eine bessere Performance zeigen zu können. Watzke ruft dazu auf, wieder mehr als Einheit aufzutreten und vereinsinterne Risse (zum Beispiel zwischen Mannschaft und Fans) wieder zu schließen. Dies geht nur, wenn jeder in Zukunft wieder 100% Einsatz gibt. Fehler sind erlaubt, es muss nur jeder das Gefühl haben, dass man alles Machbare gegeben hat, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Fehler ehrlich einzugestehen ist keine Schwäche, sondern fördert die Glaubwürdigkeit

‚‚Unterm Strich haben wir das falsch entschieden.‘‘

In Bezug auf die Stürmerposition gibt Watzke offen zu im letzten Transferfenster einen Fehler begangen zu haben. Auf die Aussage, Borussia Dortmund hätte eine zweite Nummer Neun verpflichten müssen, folgte lauter Applaus. Watzke redet sich an dieser Stelle seiner Rede nicht aus der Verantwortung heraus, sondern stellt sich dieser. Das honorieren die Fans von Borussia Dortmund mit Vertrauen in seine Person.

Auch für unser alltägliches Leben können wir davon mitnehmen, dass wir uns nicht immer als ‚perfekt‘ nach außen darstellen müssen. Fehler zuzugeben schärft das eigene Profil und stärkt den Charakter. Unsere Mitmenschen können erkennen, dass wir unsere Handlungen reflektiert haben. Jeder, der einen Fehler zugibt, kann daraus neues Selbstvertrauen ziehen, weil er den Mut hatte, zu seinen Fehlern zu stehen.

Die Rede von Hans-Joachim Watzke in voller Länge ist hier zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=CEwrLgTyeTs

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